
Liebe Freunde und Freundinnen der Friedensregion Bodensee e.V.
unser aktueller Newsletter steht im Zeichen des Mottos der nächsten Überlinger Friedenstage, zu denen wir Sie herzlich im Oktober einladen: „Wir weigern uns Feinde zu sein“. Feindbilder sind die Grundlage aller Kriege und vieler Konflikte. Was Sie auf unser Tagung erwartet, welche hochkarätigen Referenten wir gewinnen konnten, erfahren Sie auf den folgenden Seiten. Es lohnt sich also das Wochenende vom 16./17. Oktober schon dafür zu reservieren und sich dafür anzumelden.
Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine tauchte in diesen heißen Wochen auch indirekt auf: im finanziellen und sozialpolitischen Bereich wurden kurz vor der Sommerpause im Bundestag „Reformpakete“ beschlossen, die letztlich vor allem einen Grund haben: die Milliarden an Militärhilfe für die Ukraine und die immensen Kosten für die Aufrüstung und Militarisierung Deutschlands an anderen Stellen einzusparen. Kürzungen gibt es vor allem im sozialen und im Gesundheitsbereich, also bei den unteren Einkommensschichten. Erstaunlicherweise regt sich kaum Widerspruch und Widerstand gegen diese Pläne. Zu befürchten ist, dass sich das bei den Wahlen im Herbst in den neuen Bundesländern zeigt. Wenn sogar ein ehemaliger grüner Ministerpräsident die Amtsführung des Bundeskanzlers lobt, braucht man sich nicht wundern, dass die Sozialdemokraten diese Politik ohne große Kritik mit tragen.
Wir berichten über Veranstaltungen in der Bodenseeregion. Bitte beachten Sie den Hinweis auf die beeindruckende Rede von Navid Kermani am 20. Juli beim Gelöbnis der neuen Bundeswehr-Rekruten in Berlin. Kermani wagte mit klaren Worten den Verfall der Wertegemeinschaft in Bezug auf das Völkerrecht und die Haltung des Bundeskanzlers direkt anzuprangern. Konsequenz sei es, den Befehl zu verweigern, wenn Völkerrecht miss achtet oder gebrochen wird. Man kann auf die Reaktionen gespannt sein… In seinen abschließenden Worten mahnte Kermani an, die Menschlichkeit auch in Kriegen nie zu vergessen.
Zwei wichtige Fragen beschäftigen den Verein nach der internen Klausur und der Mitgliederversammlung im Juni: wie erhalten wir unsere personelle Stärke, damit wir unsere Aufgaben und Aktionen weiterhin durchführen können. Wir brauchen dringend jüngeren Nachwuchs. Eine zweite Frage zielt auf die grundlegenden Ursachen von Kriegen: gibt es in diesem auf Wachstum angewiesenen kapitalistischen Wirtschaftssystem eine Chance auf einen friedlichen Systemwandel? Das Thema braucht mehr Öffentlichkeit!
Das Redaktionsteam wünscht einen friedvollen Herbst
Siehe auch:
Nie wieder Krieg!
u-kn Intro: Krieg – das lauteste Eingeständnis politischen Scheiterns Jeder Krieg beginnt mit großen Worten und endet in stillem Leid. Regierungen sprechen von Sicherheit, Ehre, Freiheit oder nationalem Interesse. Doch auf den Schlachtfeldern sterben keine Schlagworte – dort sterben Menschen. Es ist ein Armutszeugnis unserer Zeit, dass Milliarden in Waffen investiert werden, während Millionen Menschen…









