Dr. Brigitte Weyl- Verlegerin und Weltbürgerin

Ihre Reise Erinnerungen aus vier Jahrzehnten fasste sie in ihrem Buch „Afrikanische Impressionen“ zusammen und vier Jahre ist es diesen Sommer her, dass die bekannte deutsche Verlegerin und Zeitungsherausgeberin des SÜDKURIER Dr. Brigitte Weyl im Alter von 95 Jahren in ihrer Wahlheimat in Berg/Kanton Thurgau/Schweiz verstarb.

Blickt man anlässlich dessen ihr Leben zurück, so sind es drei markante Positionen, die ihr Leben im Wesentlichen umreißen: Zum einen die Verdienste um das deutsche und internationale Pressewesen, zum anderen die Förderung der Universität Konstanz und die Vertiefung der deutsch-französischen Partnerschaft. Dr. Brigitte Weyl, eine profilierte Persönlichkeit deren Arbeit regional, national und auch international von Bedeutung war, begann ihre berufliche Laufbahn zunächst als Medizinerin und arbeitete in Paris. Dass mit dieser Entscheidung der Grundstein für einen langjährigen und unschätzbaren Beitrag zur deutsch-französischen Verständigung gelegt wurde, war damals noch nicht abzusehen. 1955 hatte ihr Vater, Johannes Weyl, in Konstanz den SÜDKURIER gegründet, infolgedessen sie Mitte der 50er Jahre den Berufswechsel zum Zeitungs- und Verlagswesen vollzog. Weyl wurde in zahlreiche internationale Kommissionen berufen und mit hohen Ehrungen bedacht.

Von der englischen Königin I (1533-1603) sagt man, sie habe eine Tasse Tee unter dem Tisch trinken können, ohne die Würde zu verlieren. Gleiches könnte man auch über Brigitte Weyl sagen. Ihr Äußeres war stets unauffällig, ja bescheiden. Ihr Charakter, ihre Würde und Souveränität ja, ihre fast unnachahmlicher Leichtigkeit, mit der sie Probleme anging, wurde in dem Moment spürbar, in dem man mit ihr zusammentraf.

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