Deutsche Bahn –
man steigt ein,
man steigt aus,
und irgendwo dazwischen beginnt das Abenteuer!
Oder wird es besser, wenn die Boni der Vorstände an der Pünktlichkeit und Verlässlichkeit gemessen werden ?

Man möchte am Sonntagmorgen um 7:56 Uhr ganz gemütlich mit dem Seehas von Konstanz-Petershausen nach Singen fahren, dort den Anschluss nach Erzingen nehmen und anschließend weiter nach Bad Säckingen. Ankunft laut Plan: 10:27 Uhr.
Einfach. Logisch. Machbar. Dachte man.
Dann kommen eine Signalstörung und ein vorausfahrender Zug ins Spiel. Ergebnis: Der Seehas fährt etwa 15 Minuten später los und kommt um 8:48 Uhr in Singen an. Der Anschluss nach Erzingen 8:45 Uhr!
Also ganze drei Minuten vorher. Und jetzt die Preisfrage:
Warum kann ein Zug nicht einfach einmal drei Minuten warten?
Nur drei Minuten!Aber nein. Das wäre vermutlich zu kundenfreundlich.
Also heißt es für uns:Eine Stunde Aufenthalt in Singen.
Sonntagmorgen…Bahnhof.Warten.
Aber damit nicht genug!
Der nächste Zug nach Erzingen hat natürlich auch schon 5 Minuten Verspätung.
In Erzingen angekommen, heißt es dann:Schnell raus aus dem Zug!
Ab zum Schienenersatzverkehr!
Aber Wo ist der Bus nach Rheinfelden?Antwort:NICHT DA!
Eine weitere Stunde. In Erzingen.
Langsam bekommt man das Gefühl, dass nicht wir nach Bad Säckingen wollten, sondern Bad Säckingen vor uns wegläuft.
Und da soll noch jemand sagen, Reisen mit der Bahn sei langweilig!
Bei der Deutschen Bahn bekommt man schließlich alles inklusive:
Verspätung – Signalstörung – verpasster Anschluss – Wartezeit – Schienenersatzverkehr – einen verschwundenen Bus – und jede Menge unfreiwillige Unterhaltung!
Das Ganze natürlich zum Preis einer Fahrkarte.
Man könnte fast meinen, Zug und Bus sprechen absichtlich nicht miteinander.
Vielleicht haben sie gerade Streit. ?
Und die drei Minuten Wartezeit?
Die bleiben vermutlich ein streng gehütetes Geheimnis der Bahn.
Denn eines ist sicher:
Pünktlichkeit ist wichtig.
Nur leider offenbar nicht unbedingt dort, wo die Fahrgäste sie brauchen.









