La France dans le BW – Le Nordschwarzwald : une région qui unit mémoire, culture et innovation

ehr geehrte Freundinnen und Freunde, liebe Partnerinnen und Partner, im Juni 2026 möchte ich die Region des Nordschwarzwalds in den Vordergrund stellen, die durch ihre Landschaften, ihre Geschichte und ihr Engagement die deutsch-französische Zusammenarbeit in Baden-Württemberg auf einzigartige Weise verkörpert. Von Pforzheim im Norden bis Freudenstadt im Süden, über Calw, Nagold und Bad Wildbad, ist dieses Gebiet ein Raum, in dem Erinnerung, Kultur und Innovation ein lebendiges und dauerhaftes Band zwischen Frankreich und Deutschland weben.
Pforzheim und die Vogesen: eine Freundschaft, die auf gemeinsamer Erinnerung gründet
Als Partnerstadt von Saint-Maur-des-Fossés im Val-de-Marne ist Pforzheim ein starkes Symbol der deutsch-französischen Aussöhnung. Im Herzen des Nordschwarzwalds formalisierte die Stadt Pforzheim diese Partnerschaft im Jahr 1989, deren Wurzeln jedoch bis in die frühen 1960er Jahre zurückreichen – getragen von einer Sportpartnerschaft, an die heute die St. Maur Halle am Eingang des Enzauenparks erinnert. Hier trafen sich alle zwei Jahre mehrere hundert Sportlerinnen und Sportler zum traditionellen Pfingsttreffen.
Pforzheim pflegt auch tiefe und bewegende Beziehungen zu den Vogesengemeinden La Bresse, Cornimont und Ventron. Diese Verbindungen entstanden aus dem Schicksal der ehemaligen Zwangsarbeiter: Während des Krieges wurden französische Zivilisten, vor allem aus den Vogesen, deportiert, um in den Pforzheimer Fabriken Zwangsarbeit zu leisten. Achtzehn von ihnen kamen beim Bombardement vom 23. Februar 1945 ums Leben. Nach dem Krieg, im Geiste des Aufbaus der deutsch-französischen Freundschaft, die von Charles de Gaulle und Konrad Adenauer begründet wurde, kehrten die Überlebenden nach Pforzheim zurück, um der Gefallenen zu gedenken. Durch die Deutsch-Französische Gesellschaft Pforzheim-Enzkreis e.V. (https://www.dfg-pforzheim.de) und den Verein „Les Amis de Pforzheim“ (https://www.facebook.com/p/Amis2pforzheim-100087979016015/) in La Bresse erwuchsen aus diesen Nachkriegskontakten dauerhafte freundschaftliche Beziehungen. Im Februar 2025 waren die Verantwortlichen der „Les Amis de Pforzheim“ aus La Bresse, darunter Herr Christian Claudel, Vorsitzender des Vereins, in Pforzheim zu Gast, um ihre Ausstellung „Reconnaissance“ im TurmQuartier der Sparkasse Pforzheim-Calw zu präsentieren: ein eindrucksvolles Zeugnis einer im Schmerz geborenen Freundschaft.
Diese Freundschaft ist nicht mit den Generationen erloschen, die sie begründet haben, sondern erneuert und vertieft sich Jahr für Jahr, wie das Engagement und die Aktivitäten der Deutsch-Französischen Gesellschaft Pforzheim-Enzkreis e.V. zeigen. Unter dem Vorsitz von Ariane Steglich belebt der Verein das deutsch-französische Leben in Pforzheim im Alltag: Vorträge über französische Künstler und Persönlichkeiten, das traditionelle Königskuchenessen, Gespräche auf Französisch, Boule, Scrabble, ein lokaler Kulturkalender, allesamt Aktivitäten, die allen Interessierten kostenlos offenstehen und die französische Kultur in Pforzheim das ganze Jahr über lebendig halten. Der Verein unterstützt die Stadt zudem bei ihren Städtepartnerschaftsaktivitäten und lädt jedes Jahr vor den Sommerferien Schülerinnen und Schüler, die sich besonders im Erlernen der französischen Sprache hervorgetan haben, zu einem Austausch ein.
Das Rossini-Festival in Bad Wildbad: der französische Belcanto als lebendige Brücke
Diese tief verwurzelte Freundschaft zwischen dem französischen und deutschen Volk findet ihren künstlerischen Ausdruck im reichen Kulturleben des Nordschwarzwalds. In diesem Jahr findet das 37. Belcanto Opera Festival Rossini in Wildbad statt (https://rossini-in-wildbad.de), das vom 23. Juli bis zum 2. August 2026 in Bad Wildbad ausgetragen wird. Unterstützt von der Baden-Württemberg Stiftung (https://www.bwstiftung.de/) und unter der Schirmherrschaft des Generalkonsuls von Frankreich in Stuttgart, eröffnet das Festival in diesem Jahr eine neue Reihe mit dem Titel „Le Belcanto en français“. Darüber hinaus wird am 26. Juli um 16 Uhr im Kurshaus Sémiramis präsentiert, die französische Version von Rossinis Semiramide (1822), die 1860 von seinem Freund und Kollegen Michele Carafa überarbeitet wurde. Im Königlichen Kurtheater wird eine Salonoper des elsässischen Komponisten Weckerlin mit frankophonen Sängerinnen und Sängern aufgeführt, am 22. und 26. Juli sowie am 1. August am Vormittag. Dieses Festival, das seit seiner Gründung 1989 in Bad Wildbad das französische Musikerbe in das Herz des Schwarzwalds trägt, ist ein Symbol für die Lebendigkeit des kulturellen Austauschs zwischen unseren beiden Ländern.
Freudenstadt: ein Innovationszentrum im Dienste der deutsch-französischen Beziehungen
Schließlich ist der Nordschwarzwald eine privilegierte Region im Hinblick auf die Zukunft der deutsch-französischen Zusammenarbeit im Bereich Innovation. Der Campus Schwarzwald (https://www.campus-schwarzwald.de/) in Freudenstadt ist ein beispielhaftes Modell der Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in einer europäischen Dimension. Durch den engen Austausch mit der französischen Ingenieurshochschule ESILV (https://www.esilv.fr/) in Paris werden in Freudenstadt gemeinsame Studierendenaustausche sowie Forschungskooperationen in den Bereichen Robotik und Künstliche Intelligenz umgesetzt, Partnerschaften, die entschlossen auf Zukunft und Innovation ausgerichtet sind. Der Campus bietet darüber hinaus eine Plattform für den Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft durch öffentliche Vortragsreihen wie etwa der Beitrag des französischen Ökonomen Philippe Oddo im Rahmen des „Schwarzwandel“. Freudenstadt verkörpert damit, was der Nordschwarzwald seit Jahrzehnten pflegt: eine Region, die in ihrer Geschichte verwurzelt ist und entschlossen in die Zukunft blickt.
Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und freue mich darauf, Sie in dieser Region des Nordschwarzwalds zu treffen! Mit besten Grüßen.
Cher(e)s ami(e)s et partenaires,
En ce mois de juin 2026, je tiens à mettre en avant la région du Nordschwarzwald, qui par ses paysages, son histoire et son engagement, incarne de manière singulière la coopération franco-allemande dans le Bade-Wurtemberg. De Pforzheim au nord jusqu’à Freudenstadt au sud, en passant par Calw, Nagold et Bad Wildbad, ce territoire est un espace où mémoire, culture et innovation tissent un lien vivant et durable entre la France et l’Allemagne.
Pforzheim et les Vosges : une amitié fondée sur la mémoire partagée
Entretenant un jumelage officiel avec Saint-Maur-des-Fossés dans le Val-de-Marne, la ville de Pforzheim représente un symbole fort de la réconciliation franco-allemande. Au cœur du Nordschwarzwald, la ville de Pforzheim a formalisé ce jumelage en 1989 dont les racines remontent au début des années 1960, portées par un partenariat sportif dont la St. Maur Halle, située à l’entrée du parc de l’Enz, en garde aujourd’hui la mémoire. Ici, se retrouvaient tous les deux ans, plusieurs centaines de sportifs à l’occasion du traditionnel rassemblement de Pentecôte.
Pforzheim développe aussi des liens profonds et émouvants avec les communes vosgiennes de La Bresse, Cornimont et Ventron. Ces liens sont nés du souvenir des anciens travailleurs forcés : car durant la Seconde Guerre mondiale, des civils français notamment des Vosgiens furent déportés pour travailler de force dans les usines de Pforzheim. Dix-huit d’entre eux périrent lors du bombardement du 23 février 1945. Après la guerre et dans l’esprit de la construction de l’amitié franco-allemande fondée par Charles de Gaulle et Konrad Adenauer, les survivants revinrent à Pforzheim pour honorer la mémoire de ceux qui n’étaient pas rentrés. C’est notamment par la Deutsch-Französische Gesellschaft Pforzheim-Enzkreis e.V. (https://www.dfg-pforzheim.de) et par l’association « Les Amis de Pforzheim » à La Bresse (https://www.facebook.com/p/Amis2pforzheim-100087979016015/) que ces contacts d’après-guerre ont permis la naissance d’une amitié durable. En février 2025, les responsables de l’association « Les Amis de Pforzheim » dont M. Christian Claudel, président de l’association, étaient présents à Pforzheim pour y présenter leur exposition « Reconnaissance » au TurmQuartier de la Sparkasse Pforzheim-Calw : un témoignage saisissant d’une amitié née dans la douleur.
Cette amitié ne s’est pas éteinte avec les générations qui l’ont fondée, mais elle se renouvelle et s’approfondit chaque année, à l’image des engagements et activités de la Deutsch-Französische Gesellschaft Pforzheim-Enzkreis e.V. Sous la présidence d’Ariane Steglich, l’association anime au quotidien la vie franco-allemande de Pforzheim : conférences sur des artistes et personnalités français, célébration de la galette des rois, conversations en français, pétanque, Scrabble, agenda culturel local, autant d’activités ouvertes gratuitement à tous, qui font vivre la culture française à Pforzheim tout au long de l’année. L’association soutient également la ville dans ses partenariats de jumelage et invite chaque année, avant les grandes vacances, les élèves s’étant particulièrement distingués dans l’apprentissage du français à participer à un échange.
Le Festival Rossini à Bad Wildbad : le belcanto français comme pont vivant
Cette amitié enracinée entre les peuples français et allemand trouve son expression artistique dans la vie culturelle riche du Nordschwarzwald. Cette année se tient le 37e Belcanto Opera Festival Rossini in Wildbad (https://rossini-in-wildbad.de), qui aura lieu du 23 juillet au 2 août 2026 à Bad Wildbad. Soutenu par la Baden-Württemberg Stiftung (https://www.bwstiftung.de/) et placé sous le patronage du Consul général de France à Stuttgart, le festival inaugure cette année une nouvelle série intitulée « Le Belcanto en français ». Le 26 juillet à 16h au Kurshaus sera présentée Sémiramis, la version française de la Semiramide de Rossini (1822), adaptée en français en 1860 par son ami et collègue Michele Carafa. Au Königlichen Kurtheater, un opéra de salon du compositeur alsacien Weckerlin sera donné avec des chanteurs francophones, les 22 et 26 juillet ainsi que le 1er août au matin. Ce festival, qui depuis son inauguration en 1989 à Bad Wildbad transporte le patrimoine musical français au cœur de la Forêt-Noire, est le symbole de la vitalité des échanges culturels entre nos deux pays.
Freudenstadt : un pôle d’innovation au service des relations franco-allemandes
Enfin, le Nordschwarzwald est une région privilégiée quant à l’avenir de la coopération franco-allemande en matière d’innovation. Le Campus Schwarzwald (https://www.campus-schwarzwald.de/) à Freudenstadt est un exemple emblématique de la mise en réseau entre science, économie et société dans une dimension européenne. À travers ses échanges étroits avec l’école d’ingénieurs française ESILV à Paris (https://www.esilv.fr/), Freudenstadt met en place des activités communes d’échanges d’étudiants ainsi que des coopérations de recherche en robotique et intelligence artificielle, des partenariats résolument tournés vers l’avenir et l’innovation. Le campus offre par ailleurs une plateforme de dialogue entre économie, science et société, à travers des cycles de conférences ouverts au grand public : à l’image de l’intervention de l’économiste français Philippe Oddo dans le cadre du « Schwarzwandel ». Freudenstadt incarne ainsi ce que le Nordschwarzwald cultive depuis des décennies : une région enracinée dans son histoire, résolument tournée vers l’avenir.
Je reste à votre disposition pour toute information complémentaire et me réjouis de vous retrouver dans cette région du Nordschwarzwald ! Bien cordialement.









