


Es ist ruhig geworden, im „Haus zum Wolf“ in der Münzgasse zu Konstanz, seit dem 23. April 2026.
Dort wo in der Werkstatt der letzte Glasschleifer Meister in Konstanz, Gerd Genter, über Jahrzehnte wirkte. 1942 in Geislingen an der Steige geboren, machte er an der Glasfachschule in Schwäbisch Gmünd, seine Ausbildung zum Meister und eröffnete in den 70-iger Jahren die Glasschleiferei, zunächst in der Gerichtskasse und bis zu seinem Tod in der Münzgasse 15 in Konstanz. Mit großer Sachkenntnis und sozialer Ader setzt er seine Idee eines Konstanz Motivs mit Münster, Rheintorturm und Konzil auf Gläser, Karaffen und Schalen in filigraner Handarbeit um. Dieses Konstanz Motiv, das keiner Stadtmarketinganalyse bedurfte, war beliebtes Erinnerungsstück ausgesuchter Konstanz Besucher und offizielles Repräsentationsgeschenk der Stadt und des Landkreises Konstanz sowie der Schweizer Nachbarschaft, zum Beispiel des Schloss Arenenberg. Der Höhepunkt des arbeitsreichen und schöpferischen Lebens von Gerd Genter war in den Achtziger- und Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts, als in den Schaltstellen öffentlicher Träger noch kunstaffine Entscheider die Verantwortung trugen.
Gerd Genter zählte zu den letzten seiner Art und empfand seinen Beruf als Berufung. Wer ihn näher kannte, der wurde von ihm zu einem liebevollen angesetzten Cappuccino in seiner Werkstatt eingeladen.
Am 23. April 2026 Ist Gerd Genter verstorben. Mit ihm trauert Christine Badura und die ganze Familie Badura und alle die seine handwerkliche Leistung kannten und wertschätzten konnten und mit ihm einen aufrichten Menschen kannten, dessen arbeitsreiches Leben nun zu Ende ging.
Bildquelle (l.): mit freundlicher Genehmigung von Max – Otto Kraus









