von Dorothea Wuttke

Am Wahltag als Wahlhelfer bzw Wahlhelferin da zu sein, ist eigentlich demonstrierte Liebe zu unserer Demokratie. Ob Früh-oder Spätschicht ist allemal egal, denn ab 18 Uhr sind alle wieder beisammen und teilen sich die Arbeit. Normalerweise ist ja Spätsommer, also noch warm. Dieses Mal aber leider nicht.
Das hatte man bei der Organisation wohl vergessen. Da sitzt man in einer Turnhalle dick bepackt als ob’s zum Nanga Parbat ginge und hat die Wahlbenachrichtigungen mit klammen Fingern in Empfang genommen. Hatte man vergessen, die Heizung anzumachen? Schön wäre ein heißer Kaffee oder Tee oder auch nur eine kleine Flasche Wasser gewesen. Stand da was in der Benachrichtigung, dass man seine Wärmflasche und die Verpflegung selber mitbringen muss? Nein eigentlich nicht, denn in der großen Kiste gab es doch eine rechteckige Packung Kekse. Für sechs Leute. Heureka! Aber ich will nicht meckern, es gab ja noch eine Aufwandsentschädigung.
Mein Fazit: Ein ereignisreicher Tag für ein Demokratie-Fan garniert mit 5 Tage Bettruhe dank einer handfesten Erkältung und die Erkenntnis: Wahlhelferin im Winter mache ich nie wieder!









