
ich möchte euch herzlich zu unseren Aktionswochen gegen Antisemitismus einladen. Antisemitismus ist auch in Konstanz ein Problem.
Im Rahmen der von der Amadeu Antonio Stiftung initiierten bundesweiten
Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus 2026 veranstalten das Projekt «Komm mit. Konstanz macht Mut für mehr miteinander» (gefördert von der Baden-Württemberg-Stiftung) und die Hochschulgruppe „Alliance against Antisemitism“ ein vielfältiges Programm.
Wir haben unterschiedliche Veanstaltungen in Kooperation mit der DIG-Konstanz Bodensee, der Initiative Stolpersteine für Konstanz, der Jüdischen Gemeinde e.V., der Synagogengemeinde, der Stadt Konstanz, der Stabsstelle Konstanz international, der Volkshochschule Landkreis Konstanz e.V. und weiteren Partnern umgesetzt, das sich an unterschiedliche Zielgruppen richtet. Bestimmt ist auch etwas für euch dabei!
Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt und eure Mitglieder und Aktiven auf das Programm aufmerksam macht. Bitte teilt das Programm mit euren Aktiven, in euren Mailverteilern und euer Social Media, weisst eure Zuständigen auf das Programm hin und kommt vorbei!
Herzliche Grüsse, Nicole Niedermüller von komm.mit Konstanz
Die nächsten Termine:
14. Oktober und 21. Oktober | 19:00–20:30 Uhr | Astoriasaal (VHS Katzgasse 7) Praxisworkshop mit Ori Harel: Achtsamkeit
Wie können wir in schwierigen Situationen achtsam bleiben und miteinander im Gespräch bleiben? Ori Harel vermittelt praktische Zugänge zu Achtsamkeit und zeigt, wie wir auch bei belastenden Themen aufmerksam und handlungsfähig bleiben können. Ori Harel ist promovierte Psychologin und Achtsamkeits- und Yogalehrerin. Der Anlass ist auf Deutsch und Englisch.
19. Oktober bis 13. November | Universität Konstanz Schulungsbereich Bibliothek A4 Fotoausstellung » … von der Bevölkerung kaum wahrgenommen« (in Kooperation mit der Initiative Stolpersteine für Konstanz)
Die vom Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim entwickelte Wanderausstellung zeigt alle bislang bekannten Aufnahmen der Deportation der Juden und Jüdinnen aus Baden (Bretten Bruchsal, Gailingen, Kippenheim, Lörrach, Tauberbischofsheim und Weingarten) am 22. Oktober 1940. Deutlich wird, dass die Deportation am helllichten Tag von der Bevölkerung anders als gerne behauptet, sehr wohl wahrgenommen wurde und viele Schaulustige, Nachbarn, und Passanten sahen wie die Juden und Jüdinnen aus ihrer Gemeinde abgeholt und verschleppt wurden. Eröffnung der Ausstellung am 19.10. um 15 Uhr.
19. Oktober | 19:00–20:30 Uhr | Astoriasaal (VHS Katzgasse 7) Hanna Veiler: «Jung, Jüdisch, Wütend»
Nach dem 7. Oktober 2023 hat sich alles verändert. Junge Jüdinnen und Juden in Deutschland spüren täglich, wie die Bedrohung wächst – an Unis, in sozialen Medien, auf der Straße. Hanna Veiler, Präsidentin der European Union of Jewish Students, gibt dieser Generation eine Stimme.
Sie erzählt von der Hoffnung einer neuen jüdischen Gemeinschaft, die Deutschland mitgestalten wollte – und wie diese Hoffnung der Angst weicht. Ein bewegendes Zeugnis vom Ringen um Identität und Zukunft. Denn zwischen Wut und neuem Selbstbewusstsein steht die Frage: bleiben oder gehen?
20. Oktober | 17:00–18:30 Uhr | Universität Konstanz, Y 213 und online Heiko Beyer: ‚The Socialism of Fools‘?
An Experimental Study on the Relationship Between Education and Antisemitism [in English]
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Colloquium Empirical Social Research in Kooperation mit Prof. Dr. Thomas Hinz, Universität Konstanz, Fach Soziologie statt. Empirical research on antisemitism has repeatedly found that more highly educated individuals are less likely to endorse antisemitic statements. This study examines whether this finding is partly an artifact of socially desirable responding. Drawing on the theory of communication latency, we test whether the education effect varies across open and camouflaged modes of antisemitic expression.
20. Oktober | 18:45 Uhr | Zebra-Kino, Josef-Belli-Weg 5 „Wie wir Gurs überlebten – Zeitzeugen berichten“. Ein Film von Dietmar Schulz (in Kooperation mit der Initiative Stolpersteine für Konstanz, Eintritt 5,00 €)
Sie gehörten zu den wenigen Zeitzeugen, die über ihre Deportation durch die Nazis im Oktober 1940 und ihr Überleben im Lager Gurs in Südfrankreich berichteten: Margot und Hannelore Wicki-Schwarzschild aus Kaiserslautern, Amira Gezow aus Mannheim und Hanna Meyer-Moses aus Karlsruhe. Vor der Kamera haben die vier jüdischen Frauen beschrieben, wie sie als Jugendliche die katastrophalen Zustände im Lager Gurs überstanden haben und von mutigen Helfern vor dem Abtransport nach Auschwitz gerettet wurden. In den vergangenen Jahren sind sie in hohem Alter verstorben. Ihre Berichte werden erstmals filmisch aufgearbeitet in der 40minütigen Dokumentation „Wie wir Gurs überlebten – Zeitzeugen berichten“ von Dietmar Schulz. Der Film schildert zudem im Detail den Ablauf der Deportation der mehr als 6.500 jüdischen Bürger aus Südwestdeutschland nach Gurs.
22. Oktober | 11:30 Uhr | Start Bodanplatz, 78462 Konstanz Gedenkweg durch die Stadt (in Kooperation mit der Initiative Stolpersteine für Konstanz, der Synagogengemeinde und Schüler*innen aus Konstanz)
Konstanzer Schüleri*nnen laden am Donnerstag, 22. Oktober zu einem Gedenkweg in Erinnerung an die im Oktober 1940 aus Konstanz deportierten Juden und Jüdinnen ein. Der Gedenkweg startet um 11:30 Uhr am Bodanplatz und führt über die Innenstadt zum Mahnmal am Petershauser Bahnhof, wo die Veranstaltung nach einer kurzen Gedenkfeier gegen 13:00 Uhr endet.
22. Oktober | 18:15 Uhr | Stele Sigismundstraße Ecke Bahnhofstraße Stilles Gedenken (in Kooperation mit der Initiative Stolpersteine für
Konstanz)
Am Abend versammeln wir uns an der Stele zum stillen Gedenken an die 112 Jüdinnen und Juden, die aus unserer Stadt deportiert wurden. Wir erinnern an die Opfer und setzen ein Zeichen dafür, dass ihre Namen und Geschichten nicht vergessen werden.
22. Oktober | 19:30 Uhr | Astoriasaal
Vortrag mit Michael Blume
Michael Blume spricht über aktuelle Entwicklungen des Antisemitismus und seine gesellschaftlichen Ursachen und Erscheinungsformen. Der Vortrag bietet Hintergrundwissen und lädt zur Auseinandersetzung mit der Frage ein, wie antisemitischen Einstellungen und Verschwörungserzählungen begegnet werden kann.
26. Oktober | 18:00–19:30 Uhr | Synagoge Sigismundstraße 8 Synagogenführung und Gespräch mit Gabriel Albilia (Anmeldung
erforderlich)
Gabriel Albilia, Mitglied des Vorstands der Konstanzer Synagogengemeinde führt durch die 2019 in Konstanz eingeweihte Synagoge und informiert über jüdische Feiertage und jüdisches Leben in Konstanz. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Aus Sicherheitsgründen ist eine Anmeldung erforderlich unter komm-mit@posteo.com
28. Oktober | 19:30 Uhr | Astoriasaal
Matthias Küntzel: Die Hamas. Was sie will und was sie gefährlich macht.
Am 7. Oktober 2023 verübte die Hamas im Süden Israels das größte Massaker an Jüdinnen und Juden seit der Shoah: Tausende Zivilistinnen und Zivilisten wurden vergewaltigt, gefoltert und ermordet, rund 250 Menschen nach Gaza verschleppt und dort teils bis zu zwei Jahre festgehalten. Dennoch wird die Hamas – auch in Deutschland – teils als legitime Befreiungsbewegung und ihr Terror als „antikolonialer Widerstand“ gesehen. Der Politikwissenschaftler und Historiker Dr.
Matthias Küntzel, Fellow am London Centre for the Study of Contemporary Antisemitism, geht in seinem Vortrag den Fragen
nach: Was ist die Hamas, wer sind ihre Mitglieder und Unterstützer, was treibt sie an, und welche Gefahr geht von ihr auch hierzulande aus?
Projekt KOMM MIT
Konstanz macht Mut für mehr miteinander
Ein gemeinsames Projekt der Jüdischen Gemeinde e.V. und der Konstanzer Zivilgesellschaft









