Minister Klaus von Trotha

von Claus-Dieter Hirt

Mit 87 Jahren verstarb am 01.12.2025 der langjährige Wissenschaftsminister von Baden-Württemberg Klaus von Trotha, CDU. Für den Landkreis Konstanz gehörte Klaus von Trotha von 1976 bis 2001 dem Landtag in Baden-Württemberg an. 1991 wurde er von Ministerpräsident Erwin Teufel zum Minister für Wissenschaft und Forschung ernannt. Wissenschaft und Bildung waren für den liberalen Bildungsbürger mehr als Beruf. Bei seinem Abschied 2001 aus seinem Ministerium wird er auf dem Landesportal von Baden-Württemberg mit dem Satz zitiert: „Ich habe niemandem, auch mir nichts geschenkt“. Aus diesem Denken heraus ist auch sein vehementer Einsatz für die Einführung von Langzeitstudiengebühren (1998) zu verstehen.

Konstanz, speziell seine beiden Hochschulen haben ihrem Einwohner Klaus von Trotha viel Aufmerksamkeit und Förderung zu verdanken. Auch im Internationalen war von Trotha aktiv und blieb dies auch nach seinem Ausscheiden aus dem Ministeramt: im großen Rahmen z.B. als Ehrendoktor der University of Massachusetts (LLD), USA und
der Kettering University (DLiTT), USA, im kleinen Rahmen als Förderer des Projekts „Maman Dimanche“ in Bujumbura Rue, Burundi zur Integration von Kindern, die auf der Straße leben müssen oder davon bedroht sind.

(Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg) oder in Konstanz als Mitglied, später Ehrenmitglied der Deutsch-Französischen Vereinigung (DFV). Dort führte er einst aus: „Europa wird in den kommenden Jahren weiter zusammenwachsen; die wirtschaftliche Integration gibt hier den Takt vor. Verständnis für die anderen Gesellschaften und Kulturen in Europas zu schaffen und Trennendes zu überwinden – dies wird wahrscheinlich schwieriger sein und länger dauern als die Einführung einer gemeinsamen Währung.“ – seine damalige Einschätzung ist aktueller den je.

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