von Claus-Dieter Hirt

Nach dem Bericht zum 9.11.2025
hat Unser Konstanz die Friedhofsverwaltung der Stadt Konstanz (TBK) angefragt, wann eine Informationstafel an dem Gemeinschaftsgrab der Urnen der Opfer der NS-Zeit auf dem Hauptfriedhof angebracht wird. In einer indirekten Antwort reagierte sodann die Initiative Stolpersteine und verwies darauf, dass die Gedenkstelen eigentlich fertig seien und auf die Montage warten. Endgültig darüber entscheiden wird der Gemeinderat der Stadt Konstanz in seiner öffentlichen Sitzung am 11.12.2025:
https://www.konstanz.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=1014378&refresh=false&TOLFDNR=1051982
Zur Historie: Anno 1961 beauftragte der damalige Konstanzer Oberbürgermeister Bruno Helmle (1911-1996, CDU, Oberbürgermeister von Konstanz von 1959-1980) das Rechtsamt der Stadt Konstanz mit der Prüfung des Konstanzer „Urnen-Skandals“. 1984 wurden die Urnen in einem Gemeinschaftsgrab auf dem Hauptfriedhof, siehe Foto, beigesetzt.
Warum es dann noch 40 Jahre dauerte bis nun, hoffentlich im Frühjahr 2026, eine Gedenk-und Informationstafel an der Ruhestätte angebracht wird entzieht sich einem rationalen Denkansatz.
Bemerkung noch zu Bruno Helmle: dem einstigen Oberbürgermeister selbst wurde posthum 2012, aufgrund eines Gutachtens zu seiner Tätigkeit während der Zeit des Nationalsozialismus und in den ersten Nachkriegsjahren, die Ehrenbürgerschaft der Stadt Konstanz aberkannt.




