Die Konstanzer Fasnacht- unsere schönste Tradition

von Dorothea Wuttke

Die Fasnachtsbräuche verbinden eine eine jahrhundertealte Tradition mit der Gegenwart, die tief in unserer Kultur verwurzelt ist. Die Fasnacht ist nicht einfach ein Fest, sondern Ausdruck von Gemeinschaft, Wandel und Vergnügen. Zum Teil aus heidnischen Frühlings- und Winterverdrängungsrituale, aber auch kirchlich-christlichen Elementen wie der Vorbereitung auf die Fastenzeit. Von heute 08.November 25 bis zum Schmotzge 12. Februar 26 sind es noch 96 Tage.

Daher laden wir die Fasnachtsvereine ein, ihre Tradition auf unserer Plattform zu präsentieren. Gemeinsam wollen wir die Freude und den Geist der Fasnacht lebendig werden lassen.


Konschdanzer Gasse-Hauer 

Gegen Ende der Fasnacht 2002 entstand die Idee, eine eigene Figur zu entwerfen, die ohne straffe Organisation eines Vereines Fasnacht pur – und zwar inkognito – leben kann.

Das Aussehen sollte geheimnisvoll, aber sympathisch sein und „närrische Interaktion“ gut ermöglichen.

Der Konschdanzer Gasse-Hauer erlebte seine erste Fasnacht 2003.

„Gassenhauer“ ist eine seit dem 16. Jahrhundert nachgewiesene Bezeichnung für Nachtschwärmer, Nachtbummler oder ursprünglich Pflastertreter.
„Hauen“ galt im Frühneuhochdeutschen als Kraftwort für „gehen“.
Soviel zum „Hochdeutschen“. Da aber Konschdanz im alemannischen Sprachraum liegt, heißen wir nicht Gassen-Hauer, sondern Gasse-Hauer. Das „n“ fällt typischerweise weg, so dass das Wort mit einem sehr offenen, dem „a“ zuneigenden „ä“ endet.

Wir wollen die Straßenfasnacht beleben und genießen: Mäschgerle und ZuschauerInnen durch unser Häs Freude bereiten, närrische Gespräche führen und Konschdanzer Fasnachtssprüche pflegen.

Es ist ein besonderes Merkmal der „Konschdanzer Gasse-Hauer“, dass es davon “nur“ zwei gibt. Man kann von einer „Spezial-Figur“ sprechen.

Sympathisch, aber doch ein bisschen gespenstisch wirkt unser „Holzgesicht“ mit der wilden Strubbelmähne.
Der Stock, den wir stets bei uns haben, trägt ein kleines Abbild unseres Gesichtes und außerdem viele Schellen und Verzierungen.
Er dient nicht nur dazu, akustisch unserem Namen Ehre zu machen, sondern wir können uns auch auf ihn stützen, während wir geheimnisvoll um uns blicken.
Unser Häs ist rot wie der Wein, braun wie das Brot und schwarz wie die Nacht.

Wir gehören zu den wenigen Gruppen in Konschdanz, die niemals ohne Maske zu sehen sind. Unser Häs ist „durchgestylt“ und wird ohne Wenn und Aber getragen – egal, ob man frieren oder schwitzen muss…

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’s goht degege!

…schtrubblig, schtrubblig, schtrubblig, des sind mir –
und wäret mir it schtrubblig, no hette mer konne Hoor…

„Konschdanzer Gasse-Hauer“
www.gasse-hauer.de
mehlbox@gasse-hauer.de

Angesagt