Otto Merkle

von Claus-Dieter Hirt

Foto: Gerhard Merkle

Vergangene Woche (am 25.10.) jährte  sich der zehnte Todestag des Konstanzer Geschäftsmann, Unternehmers und Ehrenvorstand  der Schützengesellschaft der Stadt Konstanz 1438  e. V. Otto Merkle.
Merkle war ein Konstanzer Bürger im besten Sinne: traditionsbewusst und von gelassener Selbstgewissheit. In einer Zeit, in der eine private Waschmaschine noch ein Luxusgut war, betrieb er mit seinen Mitarbeitern eine Wäscherei in Konstanz/Fürstenberg  und  eine Annahmestelle in der Altstadt. Sachkenntnis und tief verwurzelte, soziale Verantwortung, gingen bei ihm Hand in Hand. Zu dem passte auch sein jahrzehntelanges  Engagement für die Schützengesellschaft 1438 e.V. der er 73 (!) Jahre angehörte.
Dort wirkte er nicht nur als jahrzehntelanger Schatzmeister der Immobilienbesitzenden Vereinigung. Immer war es Otto Merkle auch ein Anliegen, Konstanz als internationale Stadt zu präsentieren. Unter seiner Regie wurden internationale Schießen durchgeführt und Begegnungen mit den Schützen von Mailand, Luzern, Straßburg und London veranlasst.
In Würdigung und Anerkennung seines vielseitigen Wirken wurde ihm 1988 die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg und 2004 das Bundesverdienstkreuz in Stuttgart verliehen. Für die Stadt Konstanz begleitete ihn damals der vor kurzem verstorbenen Altstadtrat Ulf Göpfrich im Namen der Stadt zur Verleihung in der Landeshauptstadt.
An dieser Stelle sei an diesen Konstanz Bürger mit seinem ausgeglichen Wesen und seiner persönlichen Integrität erinnert.

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