von Ulrike Raich

Für sein langjähriges Engagement zur Förderung der deutsch-polnischen Verständigung wurde Horst Ulbrich, Vorsitzender des Deutschen Freundschaftskreises (DFK) Glatz, mit der goldenen Ehrenmedaille „Verdient für Niederschlesien“ ausgezeichnet. Jerzy Pokój, Vorsitzender des Niederschlesischen Landtages, würdigte Ulbrichs Initiativen zur Pflege von Traditionen und zur Förderung des Miteinanders zwischen Deutschen und Polen.
Seit vielen Jahren zählt auch die Österreichische Landsmannschaft zu den wichtigen Unterstützern des DFK Glatz, was untrennbar mit der Person Horst Ulbrich zusammenhängt. Unermüdlich, freundlich, bescheiden bewegt er mit seiner positiven Grundeinstellung und dem großen Traum, die deutsche Kultur in Schlesien wieder zu leben.
Es passte daher zu ihm, dass er in seiner Dankesrede nicht sich selbst, sondern die Bedeutung des Vereinsgeistes hervorhob: „Ohne das Engagement unserer Mitglieder und die wertvolle Unterstützung unserer Partner in Polen, Deutschland und Österreich wäre vieles nicht möglich.“ Und: „Es sind nicht die großen Worte, sondern die vielen kleinen Schritte, die unsere Arbeit ausmachen.“
Seit Horst Ulbrich den Verein übernahm, ist der Verein einer der aktivsten in ganz Schlesien. Sprachkurse, Chor und soziale Projekte, ein reges Vereinsleben und etliche Jugendprojekte – das alles gelingt ihm und seinen Vereinsmitgliedern. Doch die Zukunft ist ungewiss, zumal die bundesdeutschen Stellen immer weniger Interesse – und Geld – für die Brüder und Schwestern im deutschen Osten haben. Und so nützte Horst Ulbrich die Preisverleihung für einen Appell an Berlin: „Damit unsere erfolgreichen Projekte fortbestehen, benötigen wir eine stabile und zuverlässige Förderung.“
Die Auszeichnung hat auch eine größere Dimension: Wider alle polnischen Kampagnen gegen die Deutschen im Lande zeigt die Verleihung des Preises, dass es auch auf polnischer Seite den Willen gibt, auf dass die beiden Volksgruppen wertschätzend zusammenleben. Das lässt hoffen.




