Diese Woche mit Günther Stich, Leiter des „LandmarktesKonstanz“ (Königsbau).

Du hast den Landmarkt am Königsbau (www.konstanzer-landmarkt.de) seit 2016 geführt, keine zehn Jahre, dennoch bist du zu einer Institution in Konstanz geworden. Was hast du vor deinem Leben als Leiter des Landmarkes am Königsbau denn gemacht?
Ich war seit 2004 bereits Leiter eines Landmarks in Neuhausen, ob Eck und wechselte dann nach Konstanz, weil ich in Konstanz wohne. Zudem war ich Fachlehrer für Autisten an der Mutpolschule in Tuttlingen. (Red: Die Mutpolschule ist ein soziales und gemeinnütziges Dienstleistungsunternehmen in der Jugendhilfe und unterstützt Kinder, Jugendliche, Heranwachsende und deren Eltern dabei, aktiv am sozialen Leben teilzunehmen, soziale Anerkennung zu erlangen und schwierige Lebenssituationen zu meistern: www.mutpol.de)
Dazu kam ich, weil mich die Schulleitung im Markt ansprach, nachdem sie sah, wie ich mit den Auszubildenden in meinen Betrieb in Neuhausen, ob Eck umgehe. Ich war zunächst völlig überrascht, erwarb dann aber die notwendigen formalen Voraussetzungen und arbeitete viele Jahre an der der Schule.
Der Landmarkt ist eigentlich ein klassischer Tante-Emma-Laden. Du kennst das alle Kundinnen und Kunden und täglich werden ein paar persönliche Worte gewechselt. Ist das der Grund für das Überleben, ja den Erfolg des Marktes?
Ich bin davon überzeugt, dass der persönliche Kontakt zu den Kunden, die Freude am Verkauf beziehungsweise Einkauf und der hohe Anteil, der Frischware und deren Qualität entscheidend ist. Und noch ein Punkt: 80 % des von uns verkauften Gemüses ungefähr wird lose, also ohne Plastikverpackung – verkauft, das wird geschätzt.
Wie würdest du das Kundenpublikum im Bereich Königsbau bezeichnen, universitär, städtisch, durchmischt? Und wie hat sich der Anteil der Bioware in deinem Geschäft in den letzten Jahren entwickelt?
Der größte Teil meiner Kundinnen und Kunden gehört zur älteren Bevölkerungsschicht, die auf persönlichen Kontakt und Beratung Wert liegen. Der Biowaren Anteil ist in den letzten Jahren konstant geblieben. Gleichwohl mussten wir diverse Demeter Fleischwaren aus dem Angebot nehmen, weil die Abnahmekontingente zu hoch für den Bedarf hier im Umfeld (dem Königsbau werden ca. 8500 Einwohner und Einwohner zugeordnet), war.
So umtriebig, so engagiert, so zeitlich flexibel, einfach omnipräsent, kann man sich gar nicht vorstellen, dass du nun, nach Übergabe des Marktes im September an deinen Nachfolger, in den Ruhestand wechselst. Gibt es Pläne für die Zukunft?
Nun, ich könnte mir vorstellen, noch einmal als Lehrer an der Mutplo Schule tätig zu werden.
Das Interview für u-kn führte Claus-Dieter Hirt




