Gramscis Geist

Saskia Schubert

40 Jahre nach Gramscis Tod ist der Autor, Christoph Nix, nach Sardinien gereist. Er wollte wissen, was Gramsci für ein Mensch war, ich wollte seinem Blick folgen, seinem Leben nachspüren. Im Vorwort zu seinem Buch „Gramscis Geist – ein sardisches Tagebuch“ schreibt der ehemalige Konstanzer Theaterintendant Nix: „Seine (Gramscis) Theorie der Zivilgesellschaft, sein Begriff Kultureller Hegemonie ist aktueller denn je. Wenn man Sardinien erkunden will, kann man sich eines Reiseführers bedienen. Man kann aber auch das Leben Antonio Gramscis im Handgepäck führen. Die Route ändert sich. Die Kompassnadel schlägt aus, die Reise wird intensiver. Sie kann zu einer politischen Meditation werden….

Sein Reisebericht geht über 44 Jahre. Auf der Landkarte kann man erkennen, wo ein Teil der Geschichten spielt, wo es sich lohnt, eigene Erfahrungen zu sammeln. Man braucht am besten eine Karte aus Papier, ein wenig Sprachkenntnisse, eine innere Suchbewegung. Alles andere fällt einem zu. Restaurants, Museen, Kirchen, Volkshäuser, Häfen, Festivals, die Einsamkeit, das Meer, Feen und Engel. Zwischen Dünen und Bergen, zwischen Bäumen und Felsen, auf Plätzen oder in Kirchen wird Antonio Gramsci um die Ecke kommen, mal in Gestalt eines Hundes, eines Kindes oder einer Eisverkäuferin….

Folgen Sie Ihrer Nase und meinen Geschichten. Sie entdecken eine Insel am Ende der Welt“.

Angesagt