Dienstleistungsprinzip in Konstanz Ade

von Dorothea Wuttke

Am 24.08.25 wollte ich mit meiner Bekannten im Restaurant Rossini in der Bahnhofstrasse essen gehen. Es war schon 21:20 Uhr, aber die Küche ist ja laut Internet bis 21:30 Uhr offen, also just in time, dachten wir.  Weit gefehlt, der Kellner hat uns freundlich darauf hingewiesen,  dass er zuerst in der Küche nachfragen müsse, ob noch etwas ginge. Leider war das nicht der Fall. Hungrig mussten wir von dannen  ziehen. Wieso jammert die Gastronomie über Einkommensrückgang, wenn sie sich solche Einkommenschancen entgehen lässt und warum werden Zeiten ins Internet gestellt, die nicht eingehalten werden?

Ebenfalls am 24.08.25 wollte ich eine kleine Rundfahrt in der Konstanzer Bucht mit  dem Unternehmen Giess machen. Auf die Nachfrage nach einem Rabatt für Schwerbehinderte wurde mir erklärt, dass sie ein Privatunternehmen seien und ich ja auch im Café keinen Rabatt bekommen würde. Wieso geht es aber im CineStar-frage ich mich.

Im Parkstift Rosenau wurde ich auf die Frage nach einem Prospekt auf das Internet verwiesen. Wie soll, frage ich mich, eine alte Dame, sich diese Informationen holen.

Am 25.08. war ich im Kaufland und wollte an die Selbstbedienerkasse meine Einkäufe bezahlen.  Nach einem Fehlversuch kam eine genervte Kassenaufsicht und meinte, dass ich besser an die besetzte Kasse gehen sollte, wenn ich es nicht blicke. Auf meine Antwort, dass ihr Arbeitgeber es gerne sehe, dass ich bei ihm einkaufe und die neuen Technikangebote annehme, hat sie eingelenkt und geholfen. Wo bleibt der Respekt vor älteren Menschen?

Diese Erlebnisse haben mir doch gezeigt und klar gemacht, dass die Verrohung im zwischenmenschlichen Zusammenleben zunimmt und nicht akzeptabel ist. Wie gehen wir eigentlich in unserem wunderschönen Konstanz miteinander um?

Angesagt