Herbert Kölsch

von Claus-Dieter Hirt

Dieser Tage verstarb im Alter von 97 Jahren der aus dem Saarland stammende Herbert Kölsch, früherer Leiter des Städtischen Hochbauamtes und jahrzehntelanger Präsident der Deutsch-Französischen Vereinigung Konstanz (DFV).

Kölsch, der sein Architekturstudium in Nancy und Karlsruhe absolvierte, war als Diplomingenieur zunächst beim Planungs­amt der Stadt Mainz tätig, bevor er 1959 zum Hochbauamt der Stadt Konstanz über­wechselte. Die Flächennutzungsplanung und die Erstellung von Bebauungsplänen mit dem Ziel der Ausweisung großflächigerer Gebiete für den Wohnungsbau und die Gewerbeansiedlung waren damals Schwerpunkte der Stadtplanung. Hier befasste er sich insbe­sondere mit Fragen der Denkmalpflege und der Altstadtsanierung. Seine Arbeit und sein Handeln als Architekt waren stets von seiner Persönlichkeit geprägt, die mit ganzem Herzen mit der kunst- und kulturgeschichtlichen Entwicklung der Stadt und der Region verbunden war. Bis in die heutige Zeit erarbeitete Kölsch diverse Stadtplanungs-entwürfe, z.B. in Zusammenhang mit der aktuell wieder geplanten Bebauung des Döbele,

Der ausgezeichnete Kenner französischer Kultur – und Baukunst leitete fast zwei Jahrzehnte als Präsident die DFV Konstanz und wurde hierbei zu einem „Brückenbauer“ und Pionier deutsch-französischer Völkerverständigung. Auf Antrag der DFV wurde Herbert Kölsch 1997 für seine langjährigen ehrenamtli­chen Tätigkeiten für die deutsch-französische Aussöhnung durch den damaligen Regierungspräsidenten Dr. Conrad Schroeder das Bun­desverdienstkreuz verliehen.

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