Jetzt ist wieder Zeit, sich einzumischen

von Dorothea Wuttke

Ich habe einen Traum. Ich sehe Konstanz, der See glitzert im frühen Morgensonnenschein. Ich bin gut gelaunt. Die Stadt ist ein attraktiver Wohnort. Ich fühle mich wohl in dieser Stadt, denn alles ist gut geregelt. Eltern bringen ihre Kinder in die Krippe, in den Kindergarten oder zur Tagesmutter. Dann gehen sie zur Arbeit und schließen die Kleinen nach Feierabend wieder freudig in ihre Arme.  So soll es sein und alles ohne Stress! Es gibt ja Gott sei Dank den Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung!

Doch dann wache ich auf!. Vorbei der schöne Traum. Nichts ist wie vorher! Ich muss zuerst meine beiden Enkelkinder auf die Betreuungseinrichtungen verteilen.  Aber Gott sei Dank haben sie einen Platz. Nur der deckt leider nicht die erforderlichen Arbeitszeiten ab.  Eine dann um 14 Uhr, den anderen um 15 Uhr wieder abholen. Da wollte ich eigentlich einen Kaffee mit meiner besten Freundin trinken. Und wehe, wenn die Erkältungszeit kommt. Ich frage mich, wie viel Stress müssen junge Familien aushalten, wie viel Toleranz die Arbeitgeber. Es könnte doch viel einfacher gehen.    

Denn es gibt doch  den Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung  seit dem 1.August 2013  ab dem vollendeten ersten Lebensjahr (Achtes Sozialgesetzbuch /SGB VIII Kinder-und Jugendhilfegesetz §24 und sogar seit 1996 einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für jedes Kind ab dem vollendeten dritten Lebensjahr. All dies wurde bisher in Konstanz nicht umgesetzt.


Ich setzte mich dafür ein, dass jungen Familien ein familienfreundlicher, attraktiver Lebensmittelpunkt ermöglicht wird, damit Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelebt werden kann, Arbeitgeber, weniger Arbeitsausfälle verkraften müssen, weil es keine oder nicht genügende Kinderbetreuung gibt, Großeltern keine stille Reserve sein müssen, weil das verbriefte Recht nicht genügend umgesetzt wird. die Bildungseinrichtungen genügend ausgestattet werden.

Daher ist mein Postulat

Wenn wichtige Dinge nicht so laufen wie sie müssten, gibt es eine Lösung. Sie müssen mehr in den Mittelpunkt gerückt werden! Dafür möchte ich mich im Gemeinderat einsetzen.

Ich schließe mit den Zitaten von Yogi Bhajan an:

„Nicht auf das Leben kommt es an, sondern auf den Mut, mit dem du es lebst.“

„Mut entsteht, wenn du klar zu deinen Grundwerten stehst.“

Ich kandidiere auf der SPD-Liste für den Gemeinderat Konstanz auf Platz 30

Sehr gerne komme ich mit Ihnen/euch ins Gespräch, um im Gedankenaustausch Möglichkeiten und Wege zu finden.


Fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten in Konstanz

Im Nachgang auf meinen Artikel über die Situation der Kinderbetreuungsplätze in Konstanz hat mir die SPD-Stadtfraktion in Nürnberg mitgeteilt, dass sie eine Petition an das Land Bayern laufen haben, damit genügend und bezahlbare Betreuungsplätze geschaffen werden. Dies werden wir auch für Konstanz versuchen ins Leben zu rufen. Ich werde darüber berichten.      

Angesagt